Bild eines Australien Shepherd als Titelbild für das Rasseporträt.

Der Australian Shepherd im Rasseportrait

Der Australian Shepherd ist ein schlanker Ranchhund. Er kam über Australien und Kalifornien nach Europa. Der Australian Shepherd ist fester Bestandteil von Rodeos und somit mit dem Leben der Cowboys eng verbunden.

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Kurzprofil 

  • Rasse: Australian Shepherd  
  • Herkunft: Westen der Vereinigten Staaten 
  • Wesen: freundlich, anhänglich, intelligent, aktiv, beschützend 
  • Größe (Widerristhöhe): 5158 cm (männlich), 4654 cm (weiblich) 
  • Gewicht: 2532 kg (männlich), 1625 kg (weiblich) 
  • Lebenserwartung: 13-15 Jahre 
  • FCI-Klassifikation: Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Schäferhunde 

1. Über diese Rasse

Der Australian Shepherd, der bevorzugte Hütehund der Cowboys, ist ein mittelgroßer Hund. Das Fell des Australian Shepherd bietet verschiedene Erscheinungsbilder, einschließlich Merle (ein gesprenkeltes Muster mit kontrastierenden Blau- oder Rottönen). Australian Shepherds zeigen einen starken Drang zum Hüten, egal was: Vögel, Hunde, Kinder.

Der Australian Shepherd ist intelligent und in der Lage, einen ahnungslosen, unerfahrenen Besitzer zu überlisten. Kurz gesagt, er ist nicht das richtige Haustier für jeden. Falls du jedoch einen schlauen Partner für Arbeit oder Sport suchst, könnte er der Richtige sein.

2. Herkunft und Geschichte

Der Australian Shepherd stammt von den besten Hundehirten Europas ab. Die Reise des Australian Shepherds begann in Europa, in den Bergen der Pyrenäen. Im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien hatten die Basken ihren Ruf als Weltklasse-Hirten aufgebaut. Ihr bevorzugter Hütehund war der Pyrenäen-Schäferhund, der Vorfahre unseres modernen Australian Shepherds.

In den frühen 1800er Jahren begannen Australiens englische Auswanderer auf der Suche nach Weideland für die Rinderzucht in das weite Innere des Kontinents vorzudringen. Schließlich segelten viele Basken mit ihren treuen Hirtenhunden im Schlepptau nach Osten, um ihr Glück auf dem australischen Kontinent zu versuchen, einem weitläufigen Paradies für Schafhirten.

Während ihres Aufenthalts in Australien verfeinerten die baskischen Hirtenhunde ihre Hunde durch gezielte Kreuzungen mit den britischen Importen Australiens, darunter Collies und Border Collies. Nachdem sie ihre Herden aufgebaut hatten, verließen die Basken Australien auf der Suche nach grüneren Weiden und segelten nach Kalifornien.

Kalifornische Rancher bewunderten die Hütehunde der Basken und hielten sie für eine australische Rasse, daher der irreführende Name Australian Shepherd. Die Australian Shepherds, die in Amerika weiter perfektioniert gezüchtet wurden, sind seither ein fester Bestandteil der Cowboy-Kultur. Viele von ihnen hüten noch immer fröhlich im amerikanischen Westen, andere verdienen ihr Geld als Rodeo-Darsteller und wieder andere Australian Shepherds arbeiten als Therapiehunde, Drogenspürhunde, Diensthunde und Such- und Rettungshunde.

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3. Wesen und Charakter

Australian Shepherds wurden dazu gezüchtet, mit Vieh hart umzugehen. Daher werden sie die dominante Rolle im Haus übernehmen, wenn du ihnen keine selbstbewusste Führung gibst. Sie sind die falsche Wahl für Erst-Hundebesitzer oder schüchterne Besitzer.

Wie bei vielen Hütehunden ist der Australian Shepherd von Natur aus loyal gegenüber seiner Familie, aber zurückhaltend gegenüber Fremden. Sie brauchen eine frühe Sozialisierung und den Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen, wenn sie jung sind.

Die Sozialisierung trägt dazu bei, dass dein Australier Shepherd-Welpe zu einem vielseitigen Hund heranwächst. Die Teilnahme an einem Welpenkurs ist ein guter Anfang. Wenn du regelmäßig Besucher einlädst und mit ihm in belebte Parks, in Geschäfte, in denen Hunde erlaubt sind und auf Spaziergänge gehst, kannst du die sozialen Fähigkeiten deines Hundes verbessern.

Bild eines Australien Shepherd, der liegt.

4. Typische Krankheiten

Australian Shepherds sind im Allgemeinen eine gesunde Hunderasse, aber wie alle Hunderassen sind sie anfällig für bestimmte Krankheiten. Nicht alle Australian Shepherds bekommen eine oder mehrere der unten aufgeführten Krankheiten.

Wenn du einen Australian Shepherd-Welpen kaufst, solltest du einen guten Züchter suchen, der dir die Gesundheitszeugnisse beider Elterntiere vorlegt.

Folgende Krankheiten können bei einem Australian Shepherd auftreten:

  • Hüftdysplasie
  • Ellenbogen-Dysplasie
  • Epilepsie
  • Taubheit
  • Progressive Retina-Atrophie (PRA)
  • Grauer Star (Katarakt)
  • Distichiasis
  • Collie-Augenanomalie (CEA)
  • Persistierende Pupillarmembranen (PPM)
  • Hypothyreose
  • Allergien
  • Krebs
  • Nasale Sonnendermatitis
  • Abgelöste Netzhaut

Viele Krankheiten können zu langfristiger finanzieller Belastung führen. Um dich vor diesen Kosten zu schützen, ist es ratsam, eine für deinen Hund passende Hundekranken- & OP-Versicherung abzuschließen.

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5. Pflege

Es braucht nicht viel Zeit, um einen Australien Shepherd schön aussehen zu lassen. Gelegentliche Bäder und wöchentliches Bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen, halten ihn toll aussehend. Seine Nägel sollten mindestens einmal im Monat getrimmt werden. Säubere die Ohren deines Australian Shepherds regelmäßig, um überschüssiges Ohrenschmalz zu entfernen, die eine Ohrenentzündung verursachen können.

6. Fell

Im Allgemeinen sorgt wöchentliches Bürsten dafür, dass das wasserdichte, doppellagige Fell des Australian Shepherds schön aussieht. Während der Fellwechselsaison ist jedoch mehr Arbeit erforderlich. In dieser Zeit kann alle zwei oder drei Tage eine spezielle Bürste verwendet werden, um die vielen toten Haare zu entfernen, gefolgt von einer Nachreinigung mit der Drahtbürste. Australian Shepherds spielen oft im Freien, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sie schmutziger wiederkommen, als sie gegangen sind. Aber wenn sie nicht in eine besonders schmutzige Situation geraten sind, brauchen sie nur gelegentlich ein Bad.

7. Futter

Ein hochwertiges Hundefutter, was dem Alter des Hundes (Welpe, Erwachsener oder Senior) entspricht, enthält alle Nährstoffe, die diese Hunderasse benötigt. Speisereste können zu Verdauungsstörungen führen und vermeiden bitte gekochte Knochen und Lebensmittel mit hohem Fettgehalt.

Wie viel dein erwachsener Australian Shepherd frisst, hängt von seiner Größe, seinem Alter, seinem Körperbau, seinem Stoffwechsel und seinem Aktivitätsniveau ab. Hunde sind Individuen, genau wie Menschen, und sie brauchen nicht alle die gleiche Menge an Futter. Es versteht sich fast von selbst, dass ein sehr aktiver Hund mehr braucht als ein Stubenhocker.

In der Regel beträgt die empfohlene Tagesmenge 1,5 bis 2,5 Tassen (hochwertiges) Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.

Die Qualität des Hundefutters, dass du kaufst, macht auch einen Unterschied. Je besser das Hundefutter ist, desto besser wird es deinen Hund ernähren und desto weniger benötigt er.

8. Haltung und Bewegung

Der Australian Shepherd ist ein energiegeladener, athletischer Hund, der viel Bewegung braucht. Er sollte mindestens einen großen, eingezäunten Garten haben, in dem er täglich ein bis zwei Stunden herumlaufen kann. Generell sind Australian Shepherds eng mit ihren Besitzern verbunden und lieben es, dich auf Spaziergängen oder besser noch auf Wanderungen, zu begleiten. Sobald ein Australian Shepherd das Welpenalter hinter sich gelassen hat, kann er ein großartiger Laufbegleiter sein. Am besten ist es jedoch, dem Australian Shepherd eine Aufgabe zu geben, sei es das Hüten von Vieh, das Hüten von Kindern oder die Teilnahme an Hundewettbewerben.

9. Erziehung

Frühzeitige Sozialisierung und Welpentraining sind wichtig. Zusätzlich wird ein fortlaufendes Gehorsamkeitstraining dazu beitragen, dass der Welpe zu einem anpassungsfähigen und gut erzogenen Hund heranwachsen wird.

Bild eines Australien Shepherd Welpen

Australian Shepherds haben eine starke Bindung an ihre Familien und können daher territorial und beschützend gegenüber dem Eigentum ihrer Besitzer sein und sie können zerstörerisch werden, wenn sie zu oft für längere Zeit ohne Gesellschaft sind. Glücklicherweise macht diese Loyalität in Kombination mit der ausgeprägten Intelligenz und der hohen Energie dieser Hunderasse sie sehr einfach zu erziehen.

10. Kinder und andere Haustiere

Australian Shepherds sind Hütehunde und viele betrachten Kinder als Teil ihrer „Herde“. Daher musst du deinem Australian Shepherd beibringen, dass es nicht erlaubt ist, Kinder zu jagen und zu beißen, um sie zu hüten. Sobald sie diese Lektion gelernt haben, sind Australian Shepherds wunderbare Begleiter für Familien mit Kindern.

Bringe den Kindern immer bei, wie man sich Hunden nähert und sie anfasst. Beaufsichtige immer alle Interaktionen zwischen Hunden und kleinen Kindern, um zu verhindern, dass eine der beiden Parteien beißt oder an den Ohren zieht. Bringe deinem Kind bei, sich niemals einem Hund zu nähern, während er frisst, schläft oder zu versuchen, dem Hund das Futter wegzunehmen. Kein Hund, egal wie freundlich er ist, sollte jemals unbeaufsichtigt mit einem Kind gelassen werden.

Australian Shepherds können auch mit anderen Haustieren auskommen, obwohl sie versuchen könnten, diese zu hüten. Das kann vor allem bei Katzen nicht gut ankommen. Behalte deinen Australian Shepherd im Auge, wenn andere Haustiere in der Nähe sind, bis er gelernt hat, dass sie nicht zu seiner Herde gehören.

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