Bild eines Chihuahua als Titelbild für das Rasseporträt

Der Chihuahua im Rasseportrait

Der Chihuahua ist ein kleiner Hund mit einer großen Persönlichkeit. Als nationales Symbol Mexikos gehören diese aufgeweckten und lustigen „Handtaschenhunde“ zu den ältesten Hunderassen Amerikas, deren Abstammung bis in die alten Königreiche der präkolumbianischen Zeit zurückreicht

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Kurzprofil 

  • Rasse: Chihuahua 
  • Herkunft: Mexiko 
  • Wesen: hingebungsvoll, lebendig, konzentriert, tapfer, aufgeweckt 
  • Größe (Widerristhöhe): 15-23 cm  
  • Gewicht: 1,5-3 kg  
  • Lebenserwartung: 1220 Jahre 
  • FCI-Klassifikation: Gruppe 9Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 6Chihuahueño 

1. Über diese Rasse

Der Chihuahua ist ein ausgewogener, anmutiger Hund mit terrierähnlichem Verhalten, der nicht mehr als 3 kg wiegt. Der abgerundete „Apfel“-Kopf ist ein Markenzeichen der Hunderasse. Die aufgerichteten Ohren und die vollen, leuchtenden Augen sind sehr ausdrucksstark. Das Fell gibt es in vielen Farben und Mustern, und es kann lang oder kurz sein.

Chihuahuas besitzen Loyalität, Charme und die Persönlichkeit eines großen Hundes. Auch kleine Hunde brauchen Erziehung, und ohne diese wird dieser clevere Schlingel deinen Haushalt wie ein kleiner Napoleon regieren. Aufgrund ihrer Größe und ihres Selbstbewusstseins sind Chihuahuas ideale Haustiere für die Stadt. Allerdings sind sie zu klein, um mit Kindern zu toben und bei kaltem Wetter ist besondere Vorsicht geboten, aber Chihuahuas sind anpassungsfähig, solange sie viel Zeit auf deinem Lieblingsschoß verbringen dürfen.

2. Herkunft und Geschichte

Abbildungen von Chihuahua ähnlichen Hunden verzieren die Artefakte von untergegangenen Zivilisationen auf der ganzen Welt. Der Handel zwischen alten Kulturen war weit verbreitet als allgemein angenommen, daher ist es keine Überraschung, dass ähnliche Hundetypen an weit entfernten Orten Wurzeln schlugen. Wie der Chihuahua-Typ zuerst zu den Völkern Mexikos kam, ist jedoch ein Geheimnis der Vorgeschichte. Wir wissen, dass die Tolteken, als sie vor etwa 1000 Jahren in Mexiko herrschten, den Techichi, einen größeren, schwereren Vorfahren des heutigen Chi, zu ihrer bevorzugten Hunderasse machten.

Die Azteken besiegten die Tolteken im 12. Jahrhundert. Historiker schreiben den Azteken die Verbesserung des Techichi zu einem kleineren, leichteren Hund zu. Als die spanischen Eroberer die aztekische Zivilisation um 1500 zu Fall brachten, war der Techichi ein so fester Bestandteil der aztekischen Kultur, dass er als sagenumwobenen Schatz galt, die nach der Eroberung durch Cortez als für immer verloren galten.

Doch die robusten kleinen Hunde lebten in abgelegenen Dörfern weiter und als die Amerikaner Mitte des 18. Jahrhunderts begannen, sich für die Hunderasse zu interessieren, fanden sie viele Exemplare im Staat Chihuahua. So kam es, dass dieser Überlebende zweier verlorener Zivilisationen als Chihuahua weltweiten Ruhm erlangte.

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3. Wesen und Charakter

Der mutige und selbstbewusste Chihuahua wird oft als revierbezogen beschrieben. Sein wachsames Wesen und sein Misstrauen gegenüber Fremden machen ihn zu einem hervorragenden Wachhund. Er ist sensibel und freut sich über Zuneigung und Gesellschaft.

Chihuahuas binden sich oft an eine einzige Person, obwohl sie normalerweise bereit sind, sich mit neuen Menschen anzufreunden, wenn sie richtig vorgestellt werden. Rechne aber damit, dass sie anfangs ein wenig zurückhaltend sind. Chihuahuas können schüchtern sein, wenn sie als Welpen nicht richtig sozialisiert wurden.

4. Typische Krankheiten

Der Chihuahua hat keine größeren gesundheitlichen Probleme, aber wie alle Hunderassen kann er mit bestimmten Krankheiten geboren werden oder diese entwickeln.

Wenn du bei einem verantwortungsvollen Züchter einen Chihuahua-Welpen kaufst, kannst du sicher sein, dass durch den Kauf ein möglichst gesunder Chihuahua heranwächst. Ein Welpe von einem seriösen Chihuahua-Züchter wird geimpft und entwurmt sein, bevor Sie ihn mit nach Hause nehmen. Verantwortungsbewusste Züchter verwenden nur körperlich gesunde, ausgewachsene (mindestens 2 Jahre oder älter) Hunde und testen ihre Zuchttiere auf genetische Krankheiten, die für die Hunderasse relevant sind, wie z. B. Patellaluxation und Herzerkrankungen.

Empfohlene Gesundheitstests für den Chihuahua:

  • Kardiologische Untersuchung
  • Untersuchung durch den Ophthalmologen
  • Untersuchung der Patella

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5. Pflege

Chihuahuas kommen in Wohnungen sowie einem Haus gut zurecht, solange sie regelmäßigen Auslauf und viel menschliche Gesellschaft haben. Sie bevorzugen es, im Haus mit dem Besitzer zu leben. Seine Nägel sollten mindestens einmal im Monat getrimmt werden. Säubere die Ohren deines Chihuahuas regelmäßig, um überschüssiges Ohrenschmalz zu entfernen, die eine Ohrenentzündung verursachen können. Zusätzlich sollte bei jedem Hund eine gute Zahnpflege zur wichtigen Grundvoraussetzung gehören.

6. Fell

Die beiden Fellvarianten des Chihuahuas haben leicht unterschiedliche Pflegebedürfnisse. Der Chihuahua mit glattem Fell muss nur gelegentlich gebürstet und regelmäßig gebadet werden, um gepflegt auszusehen, während das Fell des Langhaar-Chihuahuas mindestens einmal pro Woche gebürstet werden sollte, um Verfilzungen und Verknotungen zu vermeiden.

7. Futter

Ein hochwertiges Hundefutter, was dem Alter des Hundes (Welpe, Erwachsener oder Senior) entspricht, enthält alle Nährstoffe, die diese Hunderasse benötigt.

Wie viel dein erwachsener Chihuahua frisst, hängt von seiner Größe, seinem Alter, seinem Körperbau, seinem Stoffwechsel und seinem Aktivitätsniveau ab. Hunde sind Individuen, genau wie Menschen, und sie brauchen nicht alle die gleiche Menge an Futter. Es versteht sich fast von selbst, dass ein sehr aktiver Hund mehr braucht als ein Stubenhocker.

In der Regel beträgt die empfohlene Tagesmenge für einen Chihuahua 1/4 bis 1/2 Tassen (hochwertiges) Trockenfutter pro Tag, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.

Die Qualität des Hundefutters, dass du kaufst, macht auch einen Unterschied. Je besser das Hundefutter ist, desto besser wird es deinen Hund ernähren und desto weniger davon musst du in den Napf deines Hundes geben.

8. Haltung und Bewegung

Trotz der kleinen Größe des Chihuahuas braucht er, wie alle Hunde, Bewegung und Training. Die Menge an Energie, die ein erwachsener Chihuahua hat, kann erstaunlich sein. Er wird endlos Eichhörnchen im Garten jagen und ist bereit, so lange zu spielen, wie du es bist. Chihuahuas genießen Spaziergänge, beaufsichtigtes Herumtollen im Garten und das Apportieren von Spielzeug. Sie spielen bis zum Umfallen, daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich nicht überanstrengen, besonders an heißen Tagen.

So gerne sie auch im Freien spielen, sollten Chihuahuas niemals im Freien leben. Sie sind nicht sicher vor Raubtieren wie Falken oder anderen größeren Hunden, die in deinem Garten gelangen könnten. Sie wurden als Gefährten gezüchtet, und der beste Platz für einen Gefährten ist bei dir.

Bild eines Chihuahua

9. Erziehung

Frühzeitige Sozialisierung und Welpentraining sind wichtig. Zusätzlich wird ein fortlaufendes Gehorsamkeitstraining dazu beitragen, dass der Welpe zu einem anpassungsfähigen und gut erzogenen Hund heranwachsen wird.

Der Chihuahua ist ein sehr aufmerksamer kleiner Hund mit hoher Intelligenz. Er ist bemüht, seinen Besitzer zu gefallen und reagiert gut auf positive Trainingsmethoden. Chihuahuas scheinen sich bewusst zu sein, wie niedlich sie sind und lernen, wie sie ihren Willen durchsetzen können.

Chihuahuas sind genauso leicht stubenrein zu trainieren wie jede andere Hunderasse, solange du sie häufig und nach einem festen Zeitplan nach draußen bringen. Welpen müssen morgens nach dem Aufwachen, nach jeder Mahlzeit, nach dem Mittagsschlaf, nach der Spielzeit und kurz vor dem Schlafengehen nach draußen gehen.

Erziehe deinen Chihuahua mit positiven Verstärkungstechniken wie Futterbelohnungen, Lob und Spiel, dann wirst du feststellen, dass er alles lernen kann, was du ihm beibringen willst.

10. Kinder und andere Haustiere

Viele Chihuahuas lieben Kinder, aber die Kombination aus einem winzigen Hund und einem kleinen Kind kann ein Grund für eine Katastrophe sein. Ein Chihuahua kann aus den Händen eines Kindes springen und sich verletzen, wenn er nicht richtig gehalten wird. Außerdem wird er nicht zögern, sich zu verteidigen, wenn er schlecht behandelt wird. Viele Züchter verkaufen keine Welpen an Familien mit Kleinkindern, weil sie befürchten, dass der Hund verletzt werden könnte. Chihuahuas sind am besten in Familien mit ruhigen, älteren Kindern aufgehoben, die wissen, wie man mit ihnen umgeht.

Mache dir es zur Regel, dass kleine Kinder den Chihuahua nur halten oder streicheln dürfen, wenn sie auf dem Boden sitzen. Bringe den Kindern immer bei, wie man sich Hunden nähert und sie anfasst. Beaufsichtige immer alle Interaktionen zwischen Hunden und kleinen Kindern, um zu verhindern, dass eine der beiden Parteien beißt oder an den Ohren zieht. Bringe deinem Kind bei, sich niemals einem Hund zu nähern, während er frisst, schläft oder zu versuchen, dem Hund das Futter wegzunehmen. Kein Hund, egal wie freundlich er ist, sollte jemals unbeaufsichtigt mit einem Kind gelassen werden.

Auch wenn es in deiner Familie keine Kinder gibt, wäre es wichtig mit Ihnen in Kontakt zu kommen. So wird der kleine Hund im späteren Leben keine Angst vor Ihnen haben.

Chihuahuas vertragen sich gut mit anderen Haustieren in der Familie, einschließlich Katzen, wenn sie in jungen Jahren entsprechend sozialisiert wurden. Der furchtlose Chihuahua wird oft Hunde herumkommandieren, die viel größer sind als er und das kann – muss aber nicht – zu Problemen führen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der kleinste Hund derjenige ist, der das Sagen hat.

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