Die Beziehung zwischen Mensch und Hund

Grundlage und wesentliche Voraussetzung fĂŒr eine erfolgreiche Arbeit mit dem Hund ist eine stabile und positive Beziehung zwischen beiden, in der der Hund dem Menschen vertraut und die Dominanzstruktur klar und gefestigt ist.

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Eine stabile Rangordnung bildet sich, wenn der Mensch durch gezielte und vor allem konsequentes Eingreifen seinem Hund vermittelt, dass er der ĂŒberlegene Teil in der Beziehung ist. Mittel der Wahl ist hier wie im Hunderudel die Befriedigung von GrundbedĂŒrfnissen, wie das Spiel, das FĂŒttern des Hundes, die Körperpflege, das gemeinsame Ruhen nach dem Spiel.

Dominanzstruktur in der Beziehung zwischen Hund und Halter

Hier gelten grundsĂ€tzlich immer dieselben Regeln: Die Initiative geht immer vom Menschen aus und RegelverstĂ¶ĂŸe werden konsequent geahndet. Ein Hund, der darauf besteht, dass er immer um dieselbe Zeit spazieren geht, vielleicht sogar bellt oder die Leine anschleppt oder solange stupst, bis sein Mensch aufsteht, dokumentiert eine verkehrte Dominanzstruktur.

Dasselbe gilt beim FĂŒttern. Der Mensch hat die absolute VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber die Nahrungsaufnahme des Hundes. Das heißt, er fĂŒttert den Hund, er kann dem Hund aber auch das Futter entziehen, und er lĂ€sst sich beim Essen nicht vom Hund HĂ€ppchen abbetteln. Besonders wichtig, aber vermutlich am wenigsten beachtet, ist das Markierungsverhalten.

Markierungsverhalten

Ein Hund, der den Ruf des Menschen missachtet und demonstrativ sein Bein hebt, signalisiert: Ich p… auf das, was Du sagst. Wobei beachtet werden muss, dass auch HĂŒndinnen markieren. Und halten Sie sich immer vor Augen, dass ein Hund nicht zwischen Arbeit und Freizeit unterscheidet. Das heißt, dass das Verhalten des Menschen gegenĂŒber dem Hund und die Anforderungen an den Hund immer gleichbleiben mĂŒssen, egal, ob man auf dem Hundeplatz oder in der Wohnung oder auf dem Spaziergang ist.

Keinem Hund im Rudel wird es einfallen, fressen zu wollen bevor die Ranghöheren das Futter freigeben, keiner wird zur Jagd aufbrechen, solange nicht das Kommando dazu gegeben ist und ganz wesentlich, keiner wird ĂŒber die Markierung des Ranghöheren seine eigene Marke setzen.

Kommunikation zwischen Hund und Mensch

Bei allen AktivitĂ€ten mit dem Hund mĂŒssen wir uns immer wieder vor Augen halten, dass der Hund ein Lebewesen ist, dessen Kommunikation zum grĂ¶ĂŸten Teil ohne LautĂ€ußerungen ablĂ€uft. Er ist also auf die genaue Beobachtung aller Körpersignale angewiesen und hat dies zur Perfektion ausgebaut. Der Hund erkennt die Stimmung seines Menschen bereits, bevor sie ihm bewusst geworden ist und reagiert darauf.

Es ist also nicht möglich, einem Hund etwas vorzumachen. Deshalb hat es auch keinen Sinn, ihn zĂ€hneknirschend zu loben, weil er eben beim Hereinkommen gelobt werden muss. Er erkennt unsere Wut und wird entsprechend niedergedrĂŒckt und langsam mit Demutsgesten, bei uns ankommen.

Es genĂŒgt daher fĂŒr den HundefĂŒhrer nicht, zu lernen sich zusammenzunehmen, sondern es ist nötig, eine hundegerechte Einstellung zu entwickeln. Das heißt aber auch, dass wir am besten aufhören zu arbeiten, wenn wir merken, dass wir die Ruhe verlieren. Es ist jedenfalls gĂŒnstiger, ein unerwĂŒnschtes Verhalten erst gar nicht aufkommen zu lassen, als es dann mĂŒhselig zu korrigieren.

Sicherlich ist es nicht möglich, dies hundertprozentig zu erreichen. Aber bei den wesentlichen Dingen sollte der HundefĂŒhrer sicherstellen, dass das erwĂŒnschte Verhalten der erste, prĂ€gende Lernvorgang ist und nicht das unerwĂŒnschte. Daher muss die Ausbildung des Hundes so frĂŒh wie möglich, spĂ€testens aber bei der Übernahme beginnen.

Bei weiteren Fragen zu diesem oder anderen Themen können Sie sich gerne an mich wenden: Ralf LĂŒgger, Tel.: 02852/508582 oder 0160/5710898

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