Hund apportiert großen Stock im Wald

So kannst du deinem Hund das Apportieren beibringen

Apportieren bezeichnet das Herbeibringen von Gegenständen, die du für deinen Hund auswirfst oder auslegst. Es wird Jagdhunden antrainiert, um das geschossene Wild herbeizuholen, aber Apportieren lernen ist eigentlich für alle Hunde ein Riesenspaß. Es trainiert das natürliche Jagdverhalten und fördert die Bewegung und die Ausdauer bei deinem Hund. Bewegt sich dein Hund ausreichend, bleibt sein Gesundheitszustand stabil.

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Ab welchem Alter kannst du mit deinem Hund mit dem Apportieren beginnen?

Bereits im Alter von sechs Wochen können Hunde das Apportieren lernen. In diesem jungen Alter wird auf dem Spieltrieb des Hundes aufgebaut. Grundsätzlich kann jede Rasse das Apportieren lernen. Hunde mit einem eher flippigen Charakter, wie zum Beispiel der Jack Russell Terrier, können durch das Apportieren ihre unbändige Energie gut abbauen.

Hund im Wasser, apportiert einen Stock

Welche Mittel werden für das Apportieren eingesetzt?

Angefangen von einfachen Stöckchen bis zu handelsüblichen Bällen, Stricken oder Plüschtieren bringen Hunde, die das Apportieren erfolgreich gelernt haben, alles wieder. Wobei aus zwei Gründen davon abzuraten ist, deinem Hund das Apportieren mit einem Stöckchen beizubringen:

  1. Verletzungsgefahr: beim Apportieren von im Park oder Wald gefundenen Stöcken könnte sich dein Hund an spitzen Brücken des Stocks im Maul oder Rachen verletzen
  2. Kontrolle: wenn Du mit einem Stöckchen trainierst, kann es sein, dass dein Hund kein Ende findet und immer wieder neue Stöcke herbeischafft. Zur Erziehung wäre es besser, wenn du immer Herr/Frau der Lage bleibst und die Kontrolle über den Spielabbruch behältst.

Was macht ein erfolgreiches Apportieren aus?

Sowohl für den Hund als auch für den Menschen ist das Apportieren eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Das Apportieren beruht auf einem Beute-Bring-Spiel. Der Hund wird mit dem Apportieren Schritt für Schritt animiert, einen geworfenen Gegenstand zu fassen und zu seinem Besitzer zurückzubringen. Die Belohnung in Form von lieben Worten, Streicheleinheiten und Leckerlis fördert das positive Apportierergebnis und natürlich auch die Beziehung zwischen Besitzer und Hund.

 

Wie kannst du deinen Hund zum Apportieren animieren?

Mit folgenden einfachen Schritten kannst du mit deinem Hund trainieren:

  • Um deinen Hund zum Apportieren zu animieren, lege das Wunschobjekt vor dich hin und fordere deinen Hund auf, das Spielzeug zu ergreifen.
  • Kommt dein Hund dem Befehl nach, solltest du ihn überschwänglich loben oder mit Leckerlis belohnen.
  • Hat dein Hund die „Beute“ im Maul und gibt es freiwillig ohne Knurren wieder her, erfolgt ebenfalls eine Belohnung.
  • Nach und nach kannst du das Jagdobjekt ins Gelände werfen und die Abstände dabei immer weiter vergrößern.
  • Ist der Hund im Apportieren ausgebildet, bringt er seine Beute auch ohne Sichtkontakt wieder zum Menschen.

Wie kannst du deinen Hund zur Mitarbeit bewegen?

Manche Hunde begreifen nicht gleich den Sinn des Apportierens. Man kann sie aber zur Mitarbeit motivieren, indem man das Spielzeug durch einen Futtersack gefüllt mit begehrten Leckerlis ersetzt. Dein Hund wird diese erschnüffeln und versuchen, den Futtersack zu erbeuten. Reagiert dein Hund nicht gleich auf das weggeworfene Spielzeug oder den Futtersack, solltest du etwas Geduld aufbringen. Um deinen Hund zu animieren, kannst du die Beute an einen Strick binden und durch Zurückziehen des Objektes zunächst ein Fangspiel beginnen.

Hunde, die es mit den Regeln und dem Gehorsam nicht so genau nehmen, sollte man in der Standruhe auf das Apportieren vorbereiten. Der Hund sollte an der Seite seines Besitzers Sitz machen und sich auch von der bewegenden Beute nicht ablenken lassen. Erst, wenn der Besitzer den Befehl gibt, sollte der Hund dem begehrten Objekt hinterherjagen. Denn bei Hunden, die jedweder Beute hinterherjagen, besteht die Gefahr, dass sie auch Radfahrer und Jogger jagen und somit einen Unfall auslösen können.

Hund apportiert eine Frisbee am Strand

Wie lange sollte eine Trainingseinheit beim Apportieren dauern?

Es kommt auf das Alter, den Charakter und auch auf die Rasse an, wie lange der Hund eine Trainingseinheit durchhält und aufmerksam ist. Das Durchhaltevermögen des Hundes und natürlich auch sein körperlicher und mentaler Trainingszustand beeinflussen die Zeit, die mit Apportieren verbracht werden kann.

Gerade Welpen und Jungtiere haben häufig eine geringere Aufmerksamkeitsspanne und weniger Ausdauer als erfahrene Tiere. Hier solltest du mit relativ kurzen Trainingseinheiten von zwei bis drei Minuten beginnen und diese dann langsam steigern. Wichtig ist es, dass du und dein Hund, den Spaß an der Sache nicht verlieren.

Welche Vorteile ergeben sich aus dem Apportieren?

Das Apportieren lernen ist nicht nur ein großer Spaß für Hund und Halter, sondern hat auch noch andere positive Aspekte:

  • Die Beziehung zwischen Mensch und Haustier wird noch inniger.
  • Der Hund lernt, seine Impulse zu kontrollieren.
  • Mit dem Apportieren geht die Hundeerziehung einher. Der Besitzer wird als Rudelführer gestärkt und anerkannt.
  • Die Gesundheit von Hund und Mensch wird gefördert.
  • Das Jagdverhalten des Hundes wird gezielt trainiert und in die richtigen Bahnen gelenkt.
  • Der Hund wird artgerecht ausgelastet.

Wo liegen die Gefahren beim Adoptieren?

Beim Apportieren kann sich ein Hund in unwegsamem Gelände auch verletzen. Ist der Hund zu stürmisch in seinem Drang, die Beute zu erfassen, kann er sich Holzsplitter in die Pfote eintreten oder sich im unglücklichsten Fall ein Bein brechen. Die Hunde sind beim Apportieren auf das Ziel fokussiert und vergessen oft, die um sie herum bestehenden Gefahren. Daher bietet es sich an, das Apportieren möglichst in einem übersichtlichen freien Gelände zu vollziehen. Hat sich dein Hund ernsthaft verletzt, kommst du um einen Tierarztbesuch oft nicht herum.

Um dich vor Röntgenkosten und teuren OP-Kosten abzusichern, bietet sich der Abschluss einer Hundekrankenversicherung an. Die Hundekranken- und OP-Versicherungen von AMICANDO deckt ein breites Spektrum an tierärztlichen Behandlungen ab.

Woran erkennst du eine gute Hundekrankenversicherung?

Die Hundekranken- und OP-Versicherungen von AMICANDO deckt neben den Behandlungskosten auch die OP-Kosten eines Hundes ab. Diese umfangreiche Versicherung ist bei AMICANDO ab 36,90 Euro im Monat zu haben. Neben der Hundekrankenversicherung wird auch der Abschluss einer Hundehaftpflicht empfohlen. Die AMICANDO Haftpflichtversicherung für den Hund deckt zum Beispiel Personenschäden oder Unfallschäden ab, die durch den eigenen Hund verursacht werden.

Der Hund kann einen anderen Hund beißen, das Huhn des Nachbarn reißen oder einen Fahrradfahrer oder Jogger zu Fall bringen und verletzen. Der Hund kann sich von der Leine losreißen, auf die Straße laufen und einen schweren Verkehrsunfall verursachen. Solche Eventualitäten wären dann versichert. Die abgesicherten Versicherungssummen (sog. Deckungsssumme) liegen in der Regel zwischen 5 und 10 Mio. Euro.

Fazit

  • Apportieren ist eine gute Beschäftigung für erziehungswillige und agile Hunde. Einigen Hunderassen wie dem Labrador, dem Golden Retriever oder dem Cocker Spaniel liegen das Apportieren besonders im Blut. Sie zählen zur Rassegruppe der Apportier- und Stöberhunde und lieben das Bringspiel besonders.
  • Aber auch jeder andere Hund kann das Apportieren mit viel Ausdauer, Geduld und Konsequenz seitens seines Besitzers erlernen. Am leichtesten fällt es dem Hund, wenn er noch jung ist.
  • Während des Trainings sollte der Besitzer immer im Kontakt mit seinem Hund sein und ihn genau beobachten, um ihn nicht zu überfordern. Der Besitzer sollte niemals mit Strafen oder bösen Worten gegenüber seinem Hund agieren, da der Hund sonst sein Bemühen einstellt und ängstlich oder gestresst auf das Apportieren reagieren kann.
  • Die Trainingseinheiten sollten mit kurzen Zeiten beginnen und können gesteigert werden, solange der Hund Freude am Apportieren hat. Das Training sollte mit einem Erfolgserlebnis enden, um den Hund für das nächste Apportieren zu begeistern und fit zu machen.
  • Die Bewegung im Training tut dem Hund-Mensch-Team gut. Sie stärkt das Herz-Kreislauf-System. Das Training findet in der Regel in der Natur und an der frischen Luft statt.

Hast du deinen Hund an das Apportieren herangeführt, wird er sich schon auf die nächste Trainingseinheit freuen. Ihr werdet die gemeinsame Zeit genießen. Das Vertrauen des Hundes und ein inniges Band zwischen Tier und Besitzer sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Apportiertraining.

Das Apportieren kann Schritt für Schritt erfolgen. Dem Hund apportieren beibringen, bringt für Mensch und Tier Lernerfolge, die glücklich machen. Es lohnt sich unbedingt, dem Hund apportieren beibringen zu wollen. Wir wünschen viel Spaß & Erfolg!

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