Ein stubenreiner Welpe, der sein Geschäft auf dem Rasen erledigt.

Welpen stubenrein bekommen

Wenn du Neuzuwachs hast, und ein Hundebaby Einzug in dein Zuhause hält, dann ist das auf der einen Seite ein wunderschönes und aufregendes Ereignis. Es bringt aber auch eine Menge Arbeit mit und wirft diverse Fragen auf. So muss der kleine Racker erst einmal lernen, dass er sein Geschäft nicht in der Wohnung erledigen darf, sondern nur in der freien Natur. Es gilt, dass der Hund stubenrein wird. Hier braucht es Geduld und Fingerspitzengefühl, dem Tier die nötigen Manieren beizubringen. Mit ein paar cleveren Tipps gelingt dir dies jedoch leichter.

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Warum dein Welpe in die Wohnung pinkelt

Der Grund, warum ein junger Hund noch nicht stubenrein ist und es so zu Verunreinigungen in den eigenen vier Wänden kommen kann, liegt an ihrer in jungen Jahren noch sehr kleinen und auch untrainierten Blase. Keinesfalls steckt ein mutwilliges Verhalten dahinter. Häufig kann das Tier seine Blasenfunktion einfach noch nicht kontrollieren. Zum Teil lösen sich die Jungtiere auch, wenn sie aufgeregt oder freudig erregt sind. Daher ist es wichtig, dass du dem Tier frühzeitig das richtige Verhalten antrainierst und lernst, zu erkennen, wann der Hund das Bedürfnis hat, sich zu entleeren.

Dies erreichst du am besten durch genaue Beobachtung. Wenn das Tier muss, dann wird er unruhig werden und sich auf die Suche nach einem geeigneten Plätzchen aufmachen. Er wird anfangen zu schnüffeln und sich wahrscheinlich im Kreis drehen. Vielleicht rennt er auch schon instinktiv Richtung Tür. Zum Teil fängt der Hund auch an zu Hecheln oder Fiepen oder sucht die Aufmerksamkeit seiner Bezugsperson.

Zeitfenster zum Gassi gehen erkennen

Zusätzlich gibt es bestimmte Zeitfenster, in denen die Wahrscheinlich am höchsten ist, dass es zu einer Entleerung der Blase kommt. Diese Zeitpunkte sind meist nach dem Fressen oder Trinken, dem Schlafen oder auch nach einer Spielphase.

Zu Beginn des Einzugs in die neuen vier Wände kann es sehr nützlich sein, wenn der Hund sich zunächst einmal nur in einem bestimmten Bereich aufhält. Am besten suchst du dir hierfür einen Raum aus, der einen gut wischbaren Boden hat und sich verschließen lässt.

Wichtig ist es zudem, dass das Stubenpinkeln frühzeitig unterbunden wird. Je seltener das Tier in die Wohnung macht, desto schneller wird es stubenrein. Daher solltest du deinem Tier in den ersten Wochen und Monaten schon aus diesem Grund besondere Aufmerksamkeit schenken, damit der Hund stubenrein wird.

Hund stubenrein bekommen mit der richtigen Routine

Gerade am Anfang ist es für den kleinen Hund wichtig, dass er eine Routine lernt. Nur so werden Welpen stubenrein. Dies bedeutet, dass du direkt damit anfangen solltest, ihn regelmäßig auf das Töpfchen oder vor die Tür zu setzen.

  • Kleine Hunde, die noch keine drei Monate alt sind, sollten spätestens nach 1,5-2 Stunden austreten.
  • Ist der Hund zwischen drei und vier Monaten alt, dann reicht ein Ausgang alle drei Stunden.
  • Zwischen dem fünften und sechsten Monat muss das Tier dann noch etwa alle vier Stunden vor die Tür.
  • Generell lässt sich sagen, dass ein junger Hund ab der 12. Lebenswoche in der Lage ist, seine Blase bewusst zu kontrollieren.
  • Seinen Harndrang aushalten kann der Hund mit 2 Monaten für maximal 2 Stunden und mit 3 Monaten für etwa 3 Stunden.

Doch nicht immer ist dies ausreichend, um kleine Missgeschicke zu verhindern und Welpen stubenrein zu kriegen. Ein Tipp, wenn der Hund doch einmal in die vier Wände gepinkelt hat, ist, das Pipi mit Zeitungspapier aufzuwischen und dieses dort wieder auszulegen, wo er sein Geschäft beim nächsten Mal verrichten soll. Der Instinkt und die Nase des Hundes suchen nämlich nach Stellen, an denen er schon einmal seine Hinterlassenschaften zurückgelassen hat.

Insgesamt solltest du auf körperliche Anzeichen bei deinem Hund achten. Wenn der Welpe muss, dann wird er unruhig werden. In diesem Fall solltest du ihn nehmen und ihn zu der Stelle bringen, an der er sein Geschäft verrichten soll. So wird ein Lerneffekt beim Tier ausgelöst und du kannst den Hund stubenrein bekommen.

Ein paar wichtige Tipps

Nicht jeder ist mit einem Garten gesegnet, in welchen das Tier schnell entlassen werden kann, wenn es soweit ist. Wenn du in einer Wohnung wohnst, dann ist es meist schon zu spät, wenn du im Erdgeschoss angekommen bist, und der Hund hat sein Geschäft schon unterwegs verloren. Hier kannst du dir eine sogenannte Pipimatte anschaffen. Dabei sollte es sich um eine wannenartige Matte handeln, die du in Türnähe platzierst. Dies ist für den Hund der feste Ort, an dem er Pipi machen darf.

Wichtig ist auch, die Nächte nicht zu vergessen, damit der Welpe nachts stubenrein wird. Hier gilt es, schon am Abend ein festes Ritual einzuführen und sowohl den letzten Spaziergang als auch die letzte Mahlzeit in gleichmäßigen Abständen und zu festen Zeiten einzuführen, um den Welpen stubenrein nachts zu bekommen.

Der Welpe sollte ein festes Nachtlager bekommen, welches du in Hörweite aufstellst. So wirst du geweckt, sobald der Hund unruhig wird und raus muss. Der Kleine wird nämlich nicht sein eigenes Nachtlager beschmutzen wollen. Macht der Hund auf sich aufmerksam, so solltest du zeitnah reagieren und ihn schnell vor die Tür setzen.

Hier ist es wichtig, das Tier bei Gelingen zu loben. Es ist im Übrigen nicht förderlich, den jungen Hund nachts alleine in einen Raum zu sperren. Hier wird er Ängste entwickeln und erst recht ein ungewünschtes Geschäft vollziehen.

Konkretes Schritt-für-Schritt-Training beim Spaziergang

Dem Hund die Stubenreinheit anzutrainieren, gelingt am besten während der täglichen Spaziergänge. Hier solltest du gut vorbereitet sein und sowohl einen Kotbeutel als auch Leckerli in der Tasche mitführen.

  1. Den Spaziergang beginnst du am besten ohne Aufforderung des Hundes. Als Pipistätte solltest du dem kleinen Tier ein Stück Grünfläche anbieten. Hier wird er sich am wohlsten fühlen. Es sollte zudem ein ruhiger Ort sein, der wenig Ablenkung bietet.
  2. Weiter solltest du dir ein Lösungswort oder -signal überlegen. Dieses musst du dem Hund zurufen, sobald er sein Geschäft erfolgreich verrichtet hat. Wichtig ist hier, dass du immer in einem ruhigen Tonfall sprichst und neutral bleibst. Das Tier darf sich in keinem Fall erschrecken oder bedroht fühlen.
  3. Gleichzeitig solltest du lobende Worte aussprechen. Zuletzt folgt noch die Gabe eines Leckerli. Durch diese Verhaltensfolge kannst du deinen Hund konditionieren und auf sein richtiges Verhalten prägen.
  4. Wenn du den Effekt noch verstärken möchtest, dann setze zusätzlich noch einen sogenannten Clicker ein. Diesen betätigst du ebenfalls, sobald das Geschäft erledigt ist und bevor das Lob ausgesprochen wurde. Nach kurzer Zeit wird es ausreichen, das Kommando zu rufen, damit der Welpe austritt.
  5. Der Spaziergang sollte in jedem Fall solange dauern, bis der junge Hund sein Geschäft verrichtet hat. Ansonsten kann es passieren, dass ihr gerade durch die Wohnungstür wieder hereinkommt und er sich plötzlich in die Ecke setzt und sich entleert. Dies könnte daran liegen, dass draußen zu viel Ablenkung herrschte oder er sich nicht wohl gefühlt hat und sich das Gefühl beim Betreten der Wohnung geändert hat. Auch hier gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht zu schimpfen.

Verhalten bei einem „Unfall“

Wichtig ist auch das richtige Verhalten, wenn es doch einmal zu einem Missgeschick kommt. Dies kann am Anfang häufiger passieren und sollte  keinen Anlass für Wutausbrüche oder Beschimpfungen bieten. Vielmehr solltest du die Pfütze entfernen und dich dem Tier gegenüber neutral verhalten. Ansonsten könnte eine Schimpftirade dazu führen, dass der Hund ängstlich wird und ihm viel schneller ein erneutes Missgeschick passiert. Für die Reinigung der verschmutzten Stelle solltest du im Übrigen ein Mittel verwenden, was der Hundenase nicht besonders schmeichelt (z.B. Essigreiniger). Dies führt dazu, dass er die Stelle beim nächsten Mal meiden wird.

Generell sollte der Hund niemals bestraft werden, wenn er in die Wohnung macht. Hierzu gehören mahnende Worte genauso wie das leider doch häufig angewendete Drücken der Nase in das Geschäft. All dies löst Angst und Stress aus und führt genau zu einer gegenteiligen Verhaltensweise.

Probleme, den Welpen stubenrein zu bekommen

Nicht immer funktionieren die vorgenannnte Tipps problemlos und wie aus dem Lehrbuch, um den Welpen stubenrein zu bekommen. Sollten hier nach längerem Üben noch immer keine Erfolge zu verzeichnen sein und der Welpe wird nicht stubenrein, musst du der Sache auf den Grund gehen und schauen, wo die Ursachen liegen. So kann es sein, dass eine organische Erkrankung zu Grunde liegt. Weiter kommen auch psychische Ursachen in Betracht. Vielleicht hat die Verunreinigung aber auch ihren Ursprung in einer Protesthandlung und mit einem Revierverhalten zu tun.

Hunde können auch einen Darminfekt oder eine Blasenentzündung bekommen aufgrund falschen Futters oder einer Allergie. Generell neigen auch vor allem ängstliche Tiere dazu, sich versehentlich zu entleeren und der Welpe wird nicht stubenrein. In diesen Fällen kannst du dich vertrauensvoll an einen Hundetrainer oder auch den behandelnden Tierarzt wenden, um eine Lösung zu finden.

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Hast du noch ein paar Tipps und Trick auf Lager, wie man seinen Welpen stubenrein bekommt? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar!

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