Bild eines Dobermann Welpen beim Spielen mit einem Stock als Titelbild f√ľr das Rasseportr√§t

Der Dobermann im Rasseportrait

Der Dobermann ist schlank und kraftvoll. Diese Hunderasse besitzt nicht nur einen kraftvollen Körperbau, sondern auch eine ausgeprägte Intelligenz. Der Dobermann ist furchtlos, wachsam und gehört zu den besten Schutzhunden der Welt.

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Kurzprofil

  • Rasse: Dobermann
  • Herkunft: Deutschland
  • Wesen: energisch, gehorsam, intelligent, furchtlos, konzentriert, loyal, selbstbewusst
  • Gr√∂√üe (Widerristh√∂he): 66-72 cm (m√§nnlich), 61-68 cm (weiblich)
  • Gewicht: 40-45 kg (m√§nnlich), 32-35 kg (weiblich)
  • Lebenserwartung: 10-13 Jahre
  • FCI-Klassifizierung: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde / Sektion 1: Pinscher und Schnauzer

1. √úber die Rasse

Der Dobermann ist eine schlank gebaute Hunderasse – muskul√∂s, schnell und kraftvoll. Der K√∂rperbau ist athletisch und elegant. Durch seine Eleganz und der lockeren, sportlichen Art sich zu bewegen, hat sich der Dobermann den Ruf als ‚ÄěK√∂nig im Hundereich‚Äú geschaffen. Die gl√§nzende Fellfarbe des Dobermanns ist meist schwarz oder braun. Au√üerdem hat diese Hunderasse oft kleine rostfarbenen Flecken am K√∂rper.

In Deutschland steht der Dobermann in einem Bundesland auf der Liste potenziell gef√§hrlicher Hunde. Wer sich einen Dobermann anschaffen m√∂chte, sollte sich daher vorher unbedingt √ľber die geltenden Regelungen und Auflagen zur Haltung im jeweiligen Bundesland bzw. Wohnort informieren. Der Dobermann gilt in Brandenburg als Kampfhund der zweiten Kategorie.

2. Herkunft und Geschichte

Der Dobermann geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zur√ľck, als ein deutscher Steuereintreiber namens Karl Friedrich Louis Dobermann dachte, es w√§re klug, einen zus√§tzlichen Schutz bei sich zu haben, w√§hrend er Steuern eintrieb. Als Besitzer eines Hundezwingers war Karl Friedrich Louis Dobermann mit einer Vielzahl verschiedener Hunderassen vertraut und wusste genau, welcher Hund ein perfekter Begleiter auf seinen Steuer-Touren sein w√ľrde.

Er begann Hunde auszuprobieren, von denen er dachte, sie k√∂nnten gute, wachsame Begleiter sein. Obwohl es keine offiziellen Aufzeichnungen dar√ľber gibt, welche Hunderassen gepaart wurden, spekulieren Experten, dass der Dobermann eine Mischung aus dem deutschen Pinscher, dem Rottweiler und dem schwarzen Terrier ist.

Es ist besonders hervorzuheben, dass moderne Doberm√§nner viel schlanker sind als ihre fr√ľheren Vorfahren. Auch das „Temperament“ des Hundes hat sich im Laufe der Jahre ver√§ndert, was ihn heute zu einem wesentlich angenehmeren Begleiter macht.

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3. Wesen und Charakter

Der Dobermann ist kein Hund f√ľr Anf√§nger, da er einiges an Temperament und Charakterst√§rke besitzt. Der Dobermann ist ein vertrauensw√ľrdiger, loyaler, verspielter und lebenslustiger Begleiter. Er ist ein nat√ľrlicher Besch√ľtzer und w√ľrde alles tun, um die Mitglieder seiner Familie zu sch√ľtzen. Gegen√ľber Fremden ist der Dobermann eher zur√ľckhaltend und betrachtet sie mit Skepsis.

Da der Dobermann extrem sportlich und intelligent ist, liebt er von seinem Besitzer geistig und körperlich gefördert zu werden. Die einzige echte Sorge, die du bei deinem Dobermann haben solltest, ist das er eigenen Wege finden wird, seine Energie freizusetzen.

4. Typische Krankheiten

Jede einzelne Hunderasse neigt dazu, gesundheitliche Erkrankungen zu bekommen. Der Dobermann neigt dazu, einige gesundheitliche Probleme zu entwickeln, die ihn ziemlich teuer machen könnten. Das solltest Du auf jeden Fall wissen.

Zu den häufigsten Krankheiten, die ein Dobermann bekommen kann, gehören:

  • Die Von-Willebrand-Krankheit: Diese Blutkrankheit verhindert, dass das Blut des Hundes gerinnt. √úberm√§√üige Blutungen nach einer Verletzung oder Operation sind das gr√∂√üte Symptom. Andere sind Zahnfleischbluten, Nasenbluten, Darmblutungen und Magenblutungen.
  • H√ľftdysplasie: Der vererbte Defekt, bei dem der Oberschenkelknochen nicht eng am H√ľftgelenk anliegt. Dies kann zu Schmerzen und L√§hmungen in den Beinen f√ľhren. Eine R√∂ntgenuntersuchung ist wichtig, um diesen Zustand zu diagnostizieren.
  • Progressive Retina-Atrophie (PRA): Diese Augenkrankheit verursacht eine allm√§hliche Verschlechterung der Netzhaut des Hundes. Hunde, die an dieser Krankheit leiden, werden nachtblind und mit Fortschreiten der Krankheit verlieren die Hunde auch tags√ľber ihr Sehverm√∂gen.
  • Schilddr√ľsenunterfunktion: Diese Erkrankung betrifft die Schilddr√ľse des Hundes und f√ľhrt zu Haarausfall, Epilepsie, Fettleibigkeit, dunklen Flecken auf der Haut, Lethargie und anderen Erkrankungen. Diese Erkrankungen k√∂nnen mit Di√§ten und Medikamenten behandelt werden.
  • Wobbler-Syndrom: Diese erbliche Erkrankung betrifft die R√ľckenmarkkompression, die durch eine zervikale Wirbels√§uleninstabilit√§t verursacht wird. Zu den Symptomen dieser Erkrankung geh√∂ren L√§hmungen in den Beinen und Nackenschmerzen.
  • Kardiomyopathie: Die Erkrankung betrifft den Herzmuskel des Hundes und macht sie schwach und d√ľnn. Die Herzkammern weiten sich aufgrund der Erkrankung aus, was zu einem abnorm gro√üen Herzen f√ľhrt. Diese Erkrankung kann zu einer Herzinsuffizienz f√ľhren.
  • Albinismus: Diese genetische Erkrankung f√ľhrt dazu, dass der Hund kein Pigment hat. Der Dobermann ist also wei√ü, hat eine rosa Nase/Haut und blaue oder helle Augen. Diese Hunde sind empfindlich gegen√ľber Sonnenlicht und entwickeln verschiedene Gesundheitsprobleme.
  • Farbmutanten-Alopezie: Diese Erkrankung kann bei blauem Fell beobachtet werden. Hunde, die mit dieser Erkrankung geboren wurden, haben ein normales Fell, beginnen aber im Alter von 3 bis 4 Monaten Anzeichen zu zeigen. Der Hund beginnt br√ľchiges Haar zu entwickeln und hat fleckigen Haarausfall.
  • Narkolepsie: Die neurologische St√∂rung wird durch die mangelnde F√§higkeit des Gehirns verursacht, das Wach-Schlaf-Muster zu regulieren. Der Hund kann pl√∂tzlich schl√§frig werden und zu jeder Tageszeit einschlafen.
  • Magen-Dilatations-Volvulus: Allgemein als Bl√§hungen bekannt. Sie tritt auf, wenn sich der Magen des Hundes mit Gas aufbl√§ht. Dies bedeutet, dass der Hund nicht in der Lage ist, die √ľbersch√ľssige Luft abzugeben und sofortige Hilfe ben√∂tigt.

Empfohlene Gesundheitstests f√ľr den Dobermann:

  • Herzuntersuchung
  • H√ľftbewertung
  • Schilddr√ľsenuntersuchung
  • Von Willebrand-Krankheit-DNA-Test
  • Augenarzt – Sehtest

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5. Pflege

Neben der regelm√§√üigen w√∂chentlichen Pflege sorgt ein gelegentliches Bad daf√ľr, dass der Dobermann sauber bleibt und gut aussieht. Ihre starken, schnell wachsenden N√§gel sollten regelm√§√üig mit einem Nagelknipser oder -schleifer getrimmt werden, um ein √úberwachsen, Splittern und Rei√üen zu vermeiden. Die Ohren sollten regelm√§√üig kontrolliert werden, um eine Ansammlung von Ohrenschmalz und Ablagerungen zu vermeiden, die zu Infektionen f√ľhren k√∂nnen. Die Z√§hne sollten regelm√§√üig geputzt werden.

6. Fell

Das kurze, raue Fell vom Dobermann ist leicht zu pflegen. Du solltest deinen Dobermann ein paar Mal in der Woche abb√ľrsten und bei Bedarf baden oder trocken shampoonieren. Diese Hunderasse hat einen durchschnittlichen Fellwechsel.

7. Futter

F√ľr den Dobermann ist es wichtig, sehr gutes Hundefutter zu bekommen. Der Dobermann-Welpe sollte mit altersgerechtem Hundefutter gef√ľttert werden, das vom Z√ľchter oder Tierarzt des Hundes empfohlen wurde. Leckerlis k√∂nnen eine wichtige Hilfe bei der Erziehung sein. Informiere Dich, welches Futter f√ľr deinen Dobermann unbedenklich ist und welches nicht. Spreche mit deinem Tierarzt, wenn du Bedenken bez√ľglich des Gewichts oder der Ern√§hrung deines Hundes hast. Es sollte immer ausreichend sauberes, frisches Wasser zur Verf√ľgung stehen.

Auf der R√ľckseite der meisten Hundefutterverpackungen, findest du Anweisungen, wie viel du deinem Hund geben solltest.

Hier ein kleiner Hinweis, wie viel ein Dobermann in der Regel an Futter benötigt:

  • Welpen (18 Monate und j√ľnger): 1.800 Kalorien pro Tag.
  • Gesunde Erwachsene (√ľber 18 Monate): 2.100 Kalorien pro Tag.
  • √Ąltere Hunde (weniger aktive Erwachsene aufgrund ihres Alters): 1.300 Kalorien pro Tag.

Dies sind ungef√§hre Zahlen, die auf dem durchschnittlichen Erwachsenengewicht eines Dobermanns von 35 Kg basieren. √úberpr√ľfe immer die Verpackung des Futters, um die richtigen Portionen f√ľr deinen Hund zu ermitteln.

Ein Dobermann, der sich viel entspannt und sich nicht viel bewegt, benötigt beispielsweise nur etwa 2.000 Kalorien pro Tag. Ein sehr aktiver Dobermann, der sich viel bewegt, benötigt wahrscheinlich mehr als 3.400 Kalorien pro Tag. Behalte die Aktivität und das Gewicht Deines Hundes im Auge und passe die Portionen entsprechend an.

Hier der typische Verlauf f√ľr einen Dobermann-Welpen, w√§hrend seines Wachstums:

  • Welpe Dobermann (6 bis 8 Wochen alt): 4 Mahlzeiten pro Tag.
  • Junger Dobermann (8 Wochen bis 12 Monate alt): 3 Mahlzeiten pro Tag.
  • Erwachsener Dobermann (1 Jahr und √§lter): 2 Mahlzeiten pro Tag.

Achte bitte darauf, dass die Mahlzeiten gleichm√§√üig √ľber den Tag verteilt werden. Doberm√§nner neigen dazu, sich aufzubl√§hen, und dies kann ein gr√∂√üeres Risiko darstellen, wenn sie nur einmal am Tag gef√ľttert werden.

√úbergang vom Welpen- zum Erwachsenenfutter:

Im Normalfall ist ein Alter von etwa 18 Monaten ein guter Zeitpunkt, um deinen Dobermann von Welpenfutter auf Erwachsenenfutter umzustellen. Gehe dabei immer schrittweise vor, um den Magen deines Hundes nicht zu verärgern. Das kannst du ganz einfach tun, indem du das neue (erwachsene) Futter mit dem alten (Welpen-)Futter in immer größeren Portionen mischst, bis der Umstieg vollständig erfolgt ist!

Eine schrittweise Umstellung √ľber einen Zeitraum von 10 Tagen reicht normalerweise aus, ohne dass der Magen deines Hundes zu sehr in Aufruhr ger√§t.

8. Haltung und Bewegung

Der Dobermann ist ein energiegeladener Sportler, der viel Bewegung und Freilauf braucht. Ein Dobermann genie√üt es, jeden Tag lange Spazierg√§nge oder Wanderungen mit seinem Besitzer zu unternehmen. Ein gro√ües, eingez√§untes Gel√§nde zum Laufen ist f√ľr sein k√∂rperliches und geistiges Wohlbefinden wichtig. Die Teilnahme an Hundesportarten wie z.B. Agility bietet Hund und Besitzer, Bewegung f√ľr K√∂rper und Geist – und eine Menge Spass zusammen.

Bild eines Dobermann, der auf einer Wiese liegt

9. Erziehung

Ob es sich um Kinder, andere Hunde oder andere Arten von Haustieren handelt, der Schl√ľssel ist die fr√ľhe Sozialisierung. Wenn ein Dobermann ein junger Welpe ist, sind sie neugierig auf alles. Wenn du deinen Dobermann in m√∂glichst vielen Situationen mit Menschen und andere Tiere bringst, kannst du dir sicher sein, dass sie sich pr√§chtig entwickeln werden.

Nimm deinen Dobermann mit in den Hundepark, zu deinen Familientreffen, lasse ihn mit den Kindern aus der Nachbarschaft und deren s√ľ√üen Welpen spielen, melde ihn zu Welpenkursen an oder nimm deinen Dobermann sogar zum Schwimmen mit. Tu einfach so viel, wie Du kannst, wenn dein Dobermann noch jung ist.

Dobermänner sind sehr intelligent, lernen leicht, reagieren schnell und sind liebevolle und lustige Gefährten. Allerdings sind sie sehr starke Hunde und können aufdringlich, zerstörerisch und unkontrollierbar werden, wenn sie nicht richtig erzogen werden.

Der Dobermann sollte immer im Haus mit Menschen leben und nicht im Freien.

10. Kinder und andere Haustiere

Der Dobermann ist wie schon erw√§hnt eine hochintelligente und menschenorientierte Hunderasse, die treu, liebevoll und besch√ľtzerisch ist.‚ÄĮWenn fr√ľhzeitig auf Sozialisation und die entsprechende Erziehung geachtet wird, k√∂nnen sie ausgezeichnete Haustiere f√ľr Familien sein.

Doberm√§nner sind im Allgemeinen gro√üartig mit Kindern, mit denen sie aufgewachsen sind. Sie sind gro√üartig darin, sanft und tolerant gegen√ľber kleinen Kindern und Babys zu sein. Sie k√∂nnen auch mit allen Kindern toll umgehen, wenn sie von klein auf sozialisiert werden. Es ist wichtig, Kindern beizubringen, wie man richtig mit den Tieren umgeht und sie behandelt, um Zwischenf√§lle zu vermeiden. Selbst bei gut ausgebildeten Hunden solltest Du sie immer beaufsichtigen, wenn sie mit Kindern spielen, um sicherzustellen, dass die Dinge nicht au√üer Kontrolle geraten.

Der Dobermann wurde gez√ľchtet, um sehr menschenbezogen zu sein, was den Nebeneffekt hat, dass er eventuell zu viel Zuneigung ben√∂tigen wird. Schmusen, endlose Streicheleinheiten und K√ľsse auf das Gesicht werden von diesen Hunden sehr gesch√§tzt.

Da Doberm√§nner urspr√ľnglich als Personenschutzhunde gez√ľchtet wurden, haben sie einen nat√ľrlichen Instinkt, ihre Besitzer zu besch√ľtzen. Das gilt besonders f√ľr jeden, mit dem der Hund viel Zeit verbringt.

Alle Haustiere, an die dein Dobermann gew√∂hnt ist oder besser noch mit den er aufgewachsen ist, sollten in Ordnung sein. Die Probleme treten jedoch auf, wenn dein erwachsener Dobermann sich pl√∂tzlich an ein kleines pelziges Haustier gew√∂hnen muss. Du musst deinen Dobermann genau beobachten. Wenn er in der N√§he eines anderen Tieres √§ngstlich ist oder Dich besch√ľtzen will, kann dies schlimm werden. Am besten ist es, deinen Dobermann so fr√ľh wie m√∂glich mit dem Umgang anderer Haustiere zu gew√∂hnen.

Doberm√§nner kommen im Allgemeinen gut mit anderen Hunden im Haus aus. Wenn Du zwei Hunde mit demselben Geschlecht zu Hause hast, kommen H√ľndinnen im Allgemeinen besser mit anderen H√ľndinnen aus. Zwei m√§nnliche Doberm√§nner oder sogar ein m√§nnlicher Dobermann und ein R√ľde einer anderen Hunderasse k√∂nnen eine etwas schwierigere Situation darstellen.

Obwohl die Pers√∂nlichkeit jedes Hundes anders ist, kommen Doberm√§nner im Allgemeinen gut mit anderen gro√üen Tieren aus. Sie k√∂nnen auch gut mit Pferden auskommen, wenn sie richtig an sie herangef√ľhrt werden. Allerdings haben Doberm√§nner oft Probleme, mit kleineren pelzigen Haustieren wie Meerschweinchen, Hamstern, Kaninchen und Frettchen. Einige Erfolge wurden von Dobermann-Besitzern berichtet, die ihre Hunde in jungem Alter an ein Kaninchen gew√∂hnt haben. Einen erwachsenen Dobermann an eines dieser Haustiere heranzuf√ľhren, kann jedoch f√ľr das kleinere Pelztier nicht gut ausgehen.

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