Bild eines American Staffordshire Terrier an der Leine, der freudig in die Kamera schaut.

Der American Staffordshire Terrier im Rasseporträt

Die American Staffordshire Terrier, die ihren Fans als AmStaffs bekannt sind, sind kluge, selbstbewusste und gutmütige Begleiter. Ihr Mut ist sprichwörtlich. Ein verantwortungsvoll gezüchteter, gut sozialisierter AmStaff ist bis zum Ende ein treuer, vertrauenswürdiger Freund.

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Kurzprofil:

Rasse American Staffordshire Terrier
Herkunft USA
Wesen selbstbewusst, mutig, klug, gutmütig
Widerristhöhe 43 – 48 cm (männlich), 40 – 46 cm (weiblich)
Gewicht 25 – 32 kg (männlich), 18 – 25 kg (weiblich)
Lebenserwartung 12 – 16 Jahre
FCI-Klassifikation Gruppe 3 – Terrier / Sektion 3 – bullartige Terrier

1. Über diese Rasse

Der American Staffordshire Terrier ist eine muskulöse Rasse, die für ihre Größe über sehr viel Kraft verfügt, die aber dennoch sehr liebevoll und anhänglich mit menschlichen Familienmitgliedern ist. American Staffordshire Terrier genießen es sehr, mit den Menschen zusammen zu sein, die ihnen wichtig sind, egal ob ihr gemeinsam joggt, im Park ​​spielt oder auf dem Sofa miteinander kuschelt.

American Staffordshire Terrier sind intelligent und wollen ihrem Halter gefallen, was sie prinzipiell gut erziehbar macht. Ihre Intelligenz bedeutet allerdings auch, dass sie viel mentale Stimulation benötigen. Wenn sie diese nicht bekommen, könnte es durchaus passieren, dass sie rein aus Langeweile irgendwelche Gegenstände zerkauen.

American Staffordshire Terrier können dank ihrer Kraft ihren Leinenführer mühelos überall hinzerren, vor allem wenn sie nicht richtig erzogen sind. Sie brauchen also einen starken, selbstbewussten Halter, der Grenzen setzt, ohne jedoch übermäßig hart zu sein.

Frühzeitige Sozialisation mit anderen Tieren ist wichtig, um der Rasse zu helfen, ihre natürlichen Tendenzen zu überwinden. Der AmStaff liebt es, eine Aufgabe zu haben, und er macht sich gut bei sportlichen Wettkämpfen und beim Gehorsamkeitstraining. Mit der richtigen Erziehung kann der American Staffordshire Terrier ein treuer Kuschelpartner und Familienbegleiter aber auch ein kompetenter Arbeitshund sein.

Obwohl sie gerne als Wachhunde eingesetzt werden, führt ihre natürliche Liebe zum Menschen dazu, dass die Schutzfähigkeit des American Staffordshire Terrier mehr auf Einschüchterung als auf irgendetwas anderem beruht. Ihr muskulöser Körperbau und ihr Ruf als aggressive Hunde wirken abschreckend auf Eindringlinge, obwohl dieser Ruf größtenteils unverdient ist.

Der American Staffordshire Terrier hat viel mit dem American Pit Bull Terrier gemeinsam. Beide wurden in illegalen Hundekämpfen eingesetzt, was sie zu Zielen rassenspezifischer Gesetzgebung macht. Aber wenn American Staffordshire Terrier mit Liebe, angemessener Erziehung und Sozialisation aufgezogen werden, sind sie fügsame, liebevolle Tiere, die sehr treu und gehorsam sind.

2. Geschichte

Die Vorfahren des modernen American Staffordshire Terrier stammen aus England und waren eine Mischung aus Bulldog und Terrier. Ihr gemischtes Erbe brachte ihnen viele Namen ein, darunter Bull-And-Terrier oder Pitbull-Terrier. Schließlich wurden sie als Staffordshire Bull Terrier bekannt.

Diese Hunde wurden einst von Metzgern gehalten, um Rinderbullen zu hüten, von Jägern, um Wildschweine zu töten, und von Bauern, um bei der Arbeit auf dem Bauernhof zu helfen und sowohl als Rattenfänger als auch als Familienbegleiter zu fungieren, weil sie so liebevoll zu Menschen waren.

Später wurden sie aufgrund ihrer Hartnäckigkeit, ihres Mutes und ihres muskulösen Körperbaus in den Sportarten Bull Baiting (Bullenbeißen) und Bear Baiting (Bärenbeißen) eingesetzt. Als diese Blutsportarten schließlich verboten wurden, wurden sie bei Hundekämpfen eingesetzt, was leider bis heute in illegalem Rahmen anhält. Aufgrund dieses Missbrauchs durch Menschen tragen sie ihren Ruf als aggressive Rasse.

Um 1850 machten sich viele dieser Hunde auf den Weg nach Amerika. Sie wurden bekannt als American Pit Bull Terrier, Pit Bull Terrier, American Bull Terrier und Yankee Terrier. Um 1900 wurden sie vom United Kennel Club (UKC, Dachverband für Hundezucht und Hundesport) als amerikanische Pit Bull Terrier anerkannt. Der American Kennel Club (AKC, Dachverband der Rassezüchter der USA) erkannte die Rasse 1936 als Staffordshire Terrier an.

1976 änderte der AKC den Namen in American Staffordshire Terrier, da die Amerikaner einen größeren Hund als den ursprünglichen Staffordshire Bull Terrier gezüchtet hatten und diese beiden Rassen deutlicher unterscheidbar sein sollten. Einige Züchter bevorzugten jedoch den Namen American Pit Bull Terrier von der UKC und behielten ihn bei.

Der American Staffordshire Terrier und der American Pit Bull Terrier haben heute noch viel gemeinsam, obwohl sie seit mehr als 50 Jahren getrennt gezüchtet werden. Es gibt nur sehr wenige Unterschiede zwischen den Rassen, z.B. dass die American Staffordshire Terrier tendenziell etwas größer sind als die American Pit Bull Terrier und eine gelehrigere Persönlichkeit zu haben scheinen.

American Staffordshire Terrier werden heutzutage gerne als Wachhunde oder als Haustiere in der Familie gehalten. Sie haben leider immer noch einen Ruf als aggressive Hunde und sind häufig in der rassenspezifischen Gesetzgebung enthalten, die sie als sogenannte Listenhunde klassifiziert. Einige Versicherungsunternehmen lehnen es ab, Listenhunde zu versichern. Am besten checkst du die Regelungen für Listenhunden in deinem Bundesland, bevor du dir einen American Staffordshire Terrier zulegst.

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3. Wesen und Charakter

Der American Staffordshire Terrier wird als Familienhund gefeiert, der es genießt, mit Menschen zusammen zu sein. American Staffordshire Terrier sind besonders zufrieden, wenn sie Zeit mit ihren Haltern verbringen, sei es während einer intensiven Spielsitzung, eines langen Spaziergangs oder einfach nur beim Kuscheln auf der Couch.

Obwohl sie den Ruf haben, Wachhunde zu sein, werden sie Fremde wahrscheinlich mit viel Zuneigung begrüßen und vor Freude abschlecken. Es ist vor allem ihr muskulöser Körperbau und ihr unverdienter Ruf als aggressive „Pitbulls“, die Menschen einschüchtern und Eindringlinge fernhalten. Allerdings wird den American Staffordshire Terriern auch nachgesagt, dass die den Charakter und die Absichten von Menschen schnell erkennen. Aus diesem Grund können sie hervorragende Wachhunde abgeben.

American Staffordshire Terrier sind intensive Hunde. Sie zerren, kauen, graben und bellen, insbesondere wenn sie sich langweilen. Als starke und athletische Hunde kann es manchmal nicht ganz einfach sein, mit ihnen Gassi zu gehen, denn sie ziehen ihren Halter überall hin, wenn man sie lässt. Sie brauchen daher einen selbstbewussten, durchsetzungsstarken Halter, der in der Lage ist, Grenzen zu setzen und sie geistig und körperlich angemessen zu stimulieren.

American Staffordshire Terrier erfordern auch eine frühzeitige Sozialisierung mit Menschen und anderen Tieren. Während die Rasse von Natur aus menschenfreundlich ist, können sie mit anderen Hunden konfrontativ agieren, wenn sie nicht entsprechend sozialisiert sind.

Sie sind intelligent, wollen gefallen und eignen sich im Allgemeinen gut für das Hundetraining. Sie genießen es, eine Aufgabe zu haben, egal ob als Joggingpartner oder beim Training in der Hundeschule oder bei anderen Hundesportarten. Ein Halter, der die körperlichen Anforderungen des American Staffordshire Terrier erfüllen kann, und der sie beschäftigen und unter Kontrolle halten kann, hat einen engagierten, liebevollen und gehorsamen Begleiter fürs Leben an seiner Seite.

4. Gesundheit

Der American Staffordshire Terrier ist im Allgemeinen eine gesunde Rasse, auch wenn er für einige gesundheitliche Probleme prädisponiert ist. Die Rasse ist anfällig für Hautallergien, Harnwegsinfektionen und Autoimmunerkrankungen. Sie können später im Leben auch Arthrose oder Spondylose entwickeln.

Andere Gesundheitsprobleme, die American Staffordshire Terrier entwickeln können, sind Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Hypothyreose, demodektische Räude, Kleinhirnataxie, Herzerkrankungen und Patellaluxation.

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5. Pflege

American Staffordshire Terrier sind dafür bekannt, dass sie schlechten Atem bekommen. Daher sollten ihre Zähne mindestens einmal wöchentlich, vorzugsweise sogar häufiger, geputzt werden. Dadurch verhinderst du das Entstehen von Keimen, die zum schlechten Atem führen. Ihre Nägel sollten nach Bedarf geschnitten werden, was schwierig sein kann, da American Staffordshire Terrier ihre Pfoten nicht gerne berühren lassen.

Man sollte sie früh an die Körperpflege heranführen. Ihre Ohren sollten wöchentlich auf Wachsansammlungen und Ablagerungen überprüft und nach Bedarf gereinigt werden, um Ohrenentzündungen oder Schädlingsbefall zu vermeiden. Halte dich an regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und befolge die Empfehlungen deines Tierarztes für die zusätzliche häusliche Pflege.

6. Fell

Das kurze, glatte Fell des American Staffordshire Terrier kommt in vielen verschiedenen Farben vor, darunter Beige, Weiß, Schwarz und Rot. Sie können eine Mischung aus Weiß und anderen Farben oder eine Mischung aus Weiß und gestromt enthalten. Es wird vom AKC als Fehler angesehen, wenn mehr als 80 Prozent des Fells weiß sind.

Das steife, glänzende Haar des American Staffordshire Terrier fällt zweimal im Jahr stark ab, wenn sich die Jahreszeiten ändern, und wirft den Rest des Jahres nur minimal ab. Es sollte mindestens wöchentlich gebürstet werden, um einen Teil des Schuppenfells einzufangen und das Fell glänzend zu halten.

Baden ist nur bei Bedarf erforderlich. Dies sollte nicht mehr als ein paar Mal im Jahr erfolgen, es sei denn, Hunde werden schmutzig. Im Allgemeinen hat diese Rasse nicht viel „Hundegeruch“ und kann für einige Zeit ohne Bad auskommen. Insgesamt ist der Pflegebedarf der American Staffordshire Terrier relativ gering.

Bild eines American Staffordshire Terriers, der in die Sonne schaut.

7. Futter

American Staffordshire Terrier sollten eine Ernährung erhalten, die für einen mittelgroßen bis großen Hund mit moderatem Aktivitätslevel formuliert ist. Du kannst deinen Tierarzt konsultieren, um Ratschläge zu erhalten, was genau du deinem American Staffordshire Terrier füttern solltest und welche Futtermengen dein Hund benötigt. Die Bedürfnisse ändern sich natürlich mit zunehmendem Alter. Nimm daher die empfohlenen Anpassungen vom Welpenalter über das Erwachsenenalter bis zum Seniorenalter vor.

8. Kinder und andere Haustiere

American Staffordshire Terrier sind dafür bekannt, dass sie liebevolle Familienhunde sind – auch im Umgang mit Kindern. Sie sind am besten für Familien mit Kindern über sechs Jahren geeignet, denn sie sind sehr kräftig und können sehr stürmisch spielen, was beim Spielen mit kleineren Kindern zu Verletzungen führen könnte.

Kleine Kinder toben gern, deshalb ist es besonders wichtig, sie im Umgang mit Tieren zu schulen. Selbst bei gut ausgebildeten Hunden jeder Rasse sollte die Spielzeit mit Kindern immer überwacht werden.

American Staffordshire Terrier mögen andere Hunde im Allgemeinen nicht. Sie wurden ursprünglich gezüchtet, um zu kämpfen. Und obwohl viele Züchter im Laufe der Jahre darauf hingewirkt haben, diese Urinstinkte zu beseitigen, können Begegnungen mit anderen Hunden in der Öffentlichkeit immer noch einen ungewissen Ausgang haben.

Darüber hinaus können American Staffordshire Terrier andere Haustiere wie Katzen als Beute sehen. Frühe Sozialisation und das Aufwachsen mit anderen Tieren können die Tendenz des American Staffordshire Terrier verringern, mit anderen Haustieren nicht gut auszukommen, aber sie sind vermutlich am besten für Haushalte mit nur einem Haustier geeignet.

9. Haltung und Bewegung

Ein athletischer, energischer Hund wie der American Staffordshire Terrier braucht viel Bewegung. Es ist jedoch nicht der richtige Ansatz, den Hund den ganzen Tag auf dem Hof ​​oder im Garten zu belassen. Dort kann er zwar herumlaufen, aber der AmStaff ist ein menschenbezogener Hund, der sich am besten enwtickelt, wenn er ein Teil der Familie wird.

Lange Spieleinheiten mit seinem Besitzer entwickeln seine physische und psychische Gesundheit. Darüber hinaus gehen viele AmStaffs gerne in die Hundeschule oder nehmen Hundesportarten wie Agility Training oder Dock Diving (Sprungwettbewerbe) teil. Manche AmStaffs sind sogar in Such- und Rettungsmaßnahmen geschult und zeichnen sich darin aus.

10. Erziehung

Frühe Sozialisations- und Welpentrainingskurse werden für alle Rassen empfohlen, aber angesichts des starken Willens, der körperlichen Wucht und des Überschwangs des AmStaff sind sie eine Notwendigkeit.

Die Intelligenz und der Wunsch der Rasse, seinem Halter zu gefallen, machen Erziehung und Training zu einem spaßigen und einfachen Unterfangen. Trotzdem können bestimmte Verhaltensweisen wie das Zerkauen von Gegenständen oder häufiges Graben/Buddeln schwer zu lösen sein.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass sich die Aggression von Hunden auch in gut sozialisierten AmStaffs entwickeln kann. Ein AmStaff sollte unter keinen Umständen mit anderen Hunden allein gelassen werden.

Diese Rasse gehört in die Hände eines erfahrenen, selbstbewussten und durchsetzungsstarken Halters.

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